Peter Maffay lässt über seine Presse-Agentur verlauten, dass er die Zusammenarbeit mit Bushido und Sido zu seinem Album "23" aufgrund der Folgen der Verleihung des Integrationsbambis an Bushido nunmehr einstellt.
Zur Begründung ist folgendes zu lesen:
Zwar habe Bushido im Zusammenhang mit dem Bambi eigene Fehler aus der Vergangenheit eingeräumt und eine Neuorientierung in Aussicht gestellt, lässt Maffays Presse-Agentur wissen. Das hat aber anscheinend nicht gereicht, denn nun teilt Maffay mit: "Die Entwicklung der letzten Tage, die Positionierung und die Argumentation von Bushido und Sido in der Öffentlichkeit zwingt mich, aus dem gemeinsamen Projekt 'Erwachsen sein' auszusteigen."
Diesen Schritt sei er sich selbst, seinen Freunden, seinen Partnern und Fans schuldig. "Die erhoffte Synergie ist leider nicht eingetreten. Obwohl sich Bushido mehrfach von diskriminierenden, Gewalt verherrlichenden Inhalten distanziert hat, sind die Songs und Videos von ihm weiter im Umlauf und er hat bisher die Konsequenz vermissen lassen, diese vom Markt zu nehmen."
Zudem fehle bis jetzt eine konkrete Aussage, auch in Zukunft auf Veröffentlichungen dieser Art zu verzichten, mahnt Maffay an: "Damit entfällt für mich die Grundlage unserer Zusammenarbeit. Trotzdem wünsche ich Bushido und Sido für die Zukunft alles Gute."(Quelle )
Was in aller Welt ist das denn für eine fadenscheinige Erklärung? Maffay tut gerade so, als hätte er nichts über Bushidos und Sidos Texte und Videos aus der Vergangenheit gewusst.
Im Klartext heisst das nämlich: Nun ja, ich dachte, ich könnte meine Plattenverkäufe durch ne Koop mit den Rappern zusätzlich nach oben schrauben, wird sich bestimmt auch marketingtechnisch lohnen. Dummerweise geht die Rechnung aber nicht auf, auch wenn ich die Laudatio für Bushido gehalten habe, in der Hoffnung, ihn damit zu adeln. Und jetzt springen mir die Fans und Kritiker ins Genick und ich lass mal eben den Moralischen raushängen, damit sie sich wieder beruhigen.
Wäre es nicht zu den gehäuften Kritiken im Rahmen der Bambiverleihung gekommen, hätte man nichts von Maffay in dieser Richtung gehört. Eifrig das Geld eingesackt und sich schön über den Geniestreich gefreut, das wäre passiert.
Wie straight ist das denn bitte? Erst die Laudatio halten und dann dem Preisträger den Rücken kehren, als ob dieser in seiner Rede einen Doppelmord gestanden hätte. Nichts dergleichen war aber passiert. Maffay hatte alle Zeit der Welt gehabt, sich mit dem Künstler auseinander zu setzen, sich seine Alben und Videos anzusehen und ernsthaft Gedanken darüber zu machen. Aber hier stand wohl eher der schnelle Mammon im Vordergrund.
Respekt, soviel Rückgradlosigket muss man auch erst mal derart verkaufen!