Selten habe ich eine Platte in die Hände bekommen, die ich gewillt war von der ersten bis zur letzten Note anzuhören. Und das, wo ich doch so berühmt berüchtigt für meinen Skip-Finger bin.
Aus Schwäbisch Hall kommt also eine Formation namens Fugitive Dancer. Das Album heisst "Brother From Another Mother" und ist über Stadtwerke Schwäbisch-Hall GmbH rausgekommen.
Und was das Geile daran ist, ja, es sind tatsächlich die Stadtwerke der Stadt Schwäbisch Hall, die die Band für ihren Release unterstützen. Respekt für diesen Einsatz, denn er hat sich wirklich gelohnt.
Sechs Studenten haben sich da zusammengefunden und ein sagehaft gutes Debütalbum der leisen Töne rausgebracht. Da mischt sich Pop mit Folk und Indiependent-Klängen in einer Weise, dass man beim Hören and die ganz Großen des Business denkt.
Der Sänger hat eine eingängige eigene Stimme und beherrscht wie der Rest der Truppe sein Instrument aus dem FF. Die Mischung der Instrumente mit Cello, Gitarre, Bass und Keyboards ist derart sauber arrangiert und auch technisch auf höchstem Niveau recorded, gemischt und gemastert worden, dass es sich allein vom Klangerlebnis her lohnt, die Scheibe zu kaufen.
Nun zu den Tracks: Wie gesagt, die CD geht runter wie Öl. Mal melancholisch, mal verspielt, mal wie ein Roadtripp mit guten Freunden. Ich weigere mich, hier einzelne Tracks zu besprechen, denn jeder ist einfach gut. Jeder ist anders und jeder ist gut.
Namedropping gefällig? Elemente die ich rausgehört habe sind unter anderem Mutemath, New Model Army, U2, Shy Guy At The Show, Coldplay und das alles sind nur Elemente, die noch lange nicht das Gesamtbild des Albums ausmachen.
Ich sag jetzt nix mehr ausser, schaltet in die September-Sendung von Local Heroes Radio, denn da werde ich auf jeden Fall FUGITIVE DANCER vorstellen!