Myspace vs. Facebook klingt es derzeit aus sämtlichen Kanälen, wenn es um das Thema "Social Media" geht. Unbestritten hat Facebook im letzten Jahr enorm zugelegt und wird von vielen als DAS SN-Portal der nahen Zukunft beschrieben.
Gerade durch die Einbindung von Playern in die Facebook-Accounts von Bands, prophezeite man den Untergang von myspace.
So leicht scheint sich Myspace aber nicht geschlagen zu geben, zumal nun zwei neue Entwicklungen darauf hindeuten, dass sich das SN-Portal nun vermehrt auf die Musik stützt und dort seinen Schwerpunkt postieren will.
Zum einen hat myspace im August iLike für ca 20 Millionen Dollar aufgekauft und scheint nun vor der Übernahme des US-Streaming-Dienstes "imeem" zu stehen.
Myoon.com schreibt dazu: "Zwar ist noch unklar, wie imeem in das Portal integriert wird, aber fest steht schon jetzt, dass MySpace damit den Markt der on-demand Streaming-Dienste in den USA dominiert" (Quelle)
Zum anderen hat myspace jetzt Charts eingeführt für sämtliche Genres, die die Filterfunktion des Portals erheblich verbessern dürfte. Myspace dazu: "Heavy Metal fan? Addicted to techno? Reggae fanatic? MySpace Music charts now provide you with easy access to all the hottest songs, artists and videos that are bubbling up around the world." (Quelle)
Im Gegenzug verbannt facebook nun die iLike-Player, ein Umstand, der dem SN-Portal einen erheblichen Nachteil im Musikbereich verschaffen dürfte.
Ob myspace damit der große Wurf zurück zu dem Musik-SN gelungen ist, wird sich zeigen, zumal Spotify 2001 auf den US-amerikanischen Markt drängen will und damit eine direkte und ernsthafte Konkurrenz im music-on-demand-Sektor für myspace darstellen wird.
Was lässt sich daraus also ableiten?
Wenn es um Musik und Social Networking geht, solltet Ihr als Musiker Eure myspace-Profile weiterhin pflegen und die Fans dadurch gut betreuen. Gelingt myspace nämlich der Switch zu einem Online-Musikfilter durch die Chart-Einführung, sind gut verlinkte myspace-Freunde unter Umständen genau der Weg, wie User auch auf Euer Profil kommen.
Schafft es beispielsweise einer Eurer myspace-Freunde in die myspace-Charts, ist die Wahrscheinlichkeit um einiges größer, ebenfalls von Genre-Begeisterten gefunden zu werden, wenn diese sich die Freundesliste der gelisteten Acts anschauen.
Natürlich kann man das Ganze auch weiter treiben und unterstützen, in dem man via twitter z.B. auf die Platzierung eines Eurer Myspace-Freunde in den Myspace-Charts hinweist. Via follower, die wieder anderen followen, könnt Ihr indirekt Besucher auch auf Euer Profil leiten.