Schon vor einiger Zeit angekündigt, machen Angelika Express nun ernst und setzen sich mit den Fans in ein Boot. Um ihr Album zu finanzieren und sich möglichst unabhängig gegenüber diversen Musikverlagen zu stellen, haben A.E. ein Konzept entwickelt, das seines gleichen sucht.
Die Fans können eine oder mehrere Aktien im Wert von je 50 Euro kaufen, durch die das Album und weitere Kosten finanziert werden. Im Gegenzug werden sie direkt am erwirtschafteten Gewinn des Albums beteiligt.
So wir der Fan quasi zum Label, denn, eigentlich soll ein Label ja den Künstler nicht nur mit Logistik, sondern auch finanziell unterstützen.
Die meist gestellten Fragen zu dem Projekt könnt Ihr hier lesen (wir haben sie mal von der HP kopiert):
Um möglichst unabhängig und unbeeinflusst von der Musikindustrie und deren Interessen agieren zu können.
25.000 Euro.
Der Preis eines Anteils ist 50 Euro. Die Anzahl der Anteile ist auf 500 limitiert.
Ja.
80% für die Anteilseigner, 20% für den Künstler.
Sobald die Einnahmen 25.000 Euro übersteigen, also z.B. ab etwa 3.000 verkauften CDs + 1.000 Album-Downloads. Bei 6000 CDs + 2000 Downloads wird man also seinen eingesetzten Betrag ungefähr verdoppelt haben.
Es wird ein Vertrag geschlossen in dem alle Details erfasst sind. Der Vertrag wird von einer renommierten auf Musikrecht spezialisierten Anwaltskanzlei aufgesetzt.
Die Vertragsausfertigung erledigt die Darmstädter Rechtsanwaltskanzlei Amann wir haben den in dieser Kanzlei tätigen und auf Musikrecht spezialisierten Rechtsanwalt Andreas Knauf mit dem Thema beauftragt.
Die Kontrolle der Anteilsvergabe, Einnahmen und Ausgaben, sowie die Abrechnungen erledigt ein Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.
Wir sammeln zunächst die Namen der Interessenten. Die Zahlung muss nach Vertragsunterzeichnung spätestens bis zum 15.12.2008 erfolgen. Der Erscheinungstermin des Albums wird zwischen Ende Januar und Anfang Februar 2009 sein.
Hier eine Aufschlüsselung des Gesamtbudgets. (Diese ist nicht als 100% verbindlich anzusehen, da die einzelnen Bereiche sich noch verschieben können.)
Herstellung: 11.000 € (Kosten für das Artwork und die Pressung von ca. 5000 CD-Alben und ca. 2 x 1000 Maxi-CDs sowie dafür anfallende Verfielfältigungsgebühren)
Promotion/Marketing: 12.500 € (Bemusterung Presse, Funk, TV, Web; Anzeigen, Poster, Flyer etc.)
Verwaltung/Rechtsberatung: 1.500 €
Alle Aufnahmen (und die damit verbundenen Aufwendungen für Produktion, Studio, Mastering) werden von Angelika Express kostenfrei zur Verfügung gestellt!
Es gibt einmal im Jahr eine Abrechnung mit Details zu den Verkaufszahlen und Ausgaben, mit der Abrechnung wird auch die Zahlung angewiesen.
Alle Einnahmen, die aus dem Verkauf des Albums “Goldener Trash” in physischer (CD) und digitaler Form (Downloads und Streams vom Album und auch von den einzelnen Stücken) in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Vertriebspartner zu Großhandelspreisen erzielt werden. Das sind im Schnitt ungefähr 6 Euro pro verkauftem Album.
Alle Verkaufserlöse der EPs und Singles die im Zuge dieser Aktion veröffentlicht werden, kommen ebenfalls in diesen Topf.
Dann wird es keinen Gewinn geben, die Umsätze werden natürlich trotzdem zu 100% ausgeschüttet. Wir halten allerdings das Risiko aufgrund der bisherigen Veröffentlichungen von Angelika Express für gering, können aber der Natur der Sache nach keine Garantie geben.
Ja! Während nicht jeder VW-Aktionär ein Auto für lau bekommt, ist es ein wichtiges Anliegen der Band jedem Fan und Förderer ein Originalexemplar des Albums kostenlos zukommen zu lassen.
Die ersten 300 Anteile werden nach dem Eingang der Reservierung vergeben, die restlichen 200 nach dem Losverfahren.
Für diesen Fall gewährleistet die Firma Smarten-Up, dass die Finanzierung des Projekts auf jeden Fall gesichert ist.
Nein. Wir sprechen mit unserem Projekt langfristig orientierte Fans und Förderer an.
Wir behalten uns die Entscheidungsrechte vor, denn es geht ja darum, als Künstler unabhängig agieren zu können. Deine Meinung ist uns jedoch wichtig, und für jede Anregung die das Projekt weiter nach vorne bringt sind wir dankbar!
Sieben Jahre. Wenn die Umsätze, aus welchen Gründen auch immer, irgendwann gegen Null gehen, haben wir uns folgendes ausgedacht: Wenn über 2 Jahre insgesamt weniger als 5 Euro pro Anteilsschein ausgeschüttet worden sind stellen wir die Zahlungen der Einnahmebeteiligung ein. Die Bearbeitungskosten wären zu unwirtschaftlich. Die dann noch anfallenden Zahlungen würden an eine Organisation zur Hilfe krebskranker Kinder abgeführt. Wenn die Verkäufe jedoch wieder ansteigen nehmen wir die Ausschüttung wieder auf.
Local Heroes Radio meint: Ein sehr fette Idee, die auch hoffentlich fruchtet. Wenn nicht, dann will ich auch kein Gejammere mehr über hohe CD-Preise etc. hören. Jetzt hat der User die Möglichkeit, den Preis zu bestimmen