Johannes Kreidler, Musiker und Komponist, hat ein 33 Sekunden dauerndes Stück komponiert, in dem 72.000 Samples verwendet worden sein sollen.
Zum Entsetzen einer GEMA Mitarbeiterin beantragte er auch 72.000 Formulare, um die erforderlichen Einzelnachweise für die im Stück verwendeten Referenzen per Formular zu überbringen. Dies soll am 12. September geschehen, um 11.00 bei der GEMA Generaldirektion, Berlin, Bayreuther Strasse 37 .
In einem Video erkärt Kreidler, dass er nicht gegen die GEMA per se sei, sondern dass er für andere Abgeltungsmodelle, eine Beschränkung der Musikindustrie in ihren Einforderungen von Urheberrechten und ein adäquates Verständnis des Copyrights eintrete.
Ebenso geht er auf den offenen Brief der Musikindustrie an Bundeskanzlerin Merkel ein, in dem die Musikindustrie fordert, den Urheberrechtsschutz zur Chefsache zu erklären.
Weitere interessante Infos gibt es auch auf laut.de und nerdcore.de zu lesen.
Local Heroes Radio meint:
Auch wenn Kreidler dadurch ne Menge mediale Aufmerksamkeit als Side-Effect bekommt, so handelt es sich um eine sehr geile und konsequente Aktion.
Allerdings stellen sich auch zwei Fragen: Handelt es sich nicht eigentlich um eine Product-Placement Aktion im reinsten Sinne? Immerhin rauscht diese Aktion gewaltig im Musikblätterwald und Kreisler erlangt dadurch einen höheren Bekanntheitsgrad.
Sind in den 33 Sekunden wirklich 72.000 Samples verwurstelt? Nach Adam Riese bleibt nämlich für jedes einzelne Sample exakt 0.0004714 Sekunden.
Wie sieht es mit den 72.000 Formularen aus? Sind diese wirklich von ihm ausgefüllt worden? Wurden diese auch an ihn verschickt oder hat er diese gar selbst ausgedruckt? Fragen, die sich hier nicht klären lassen.
Bin malk gespannt, was der 12. September ans Licht bringt. Ich glaub da noch nicht so recht dran