Laut einem Artikel der Süddeutschen Zeitung wird in den USA ein zunehmendes Phänomen namens "Harddrive-Party" beobachtet. Hierbei treffen sich Menschen jeglicher Couleur zu privaten Parties, um bei Bier und Cracker ganze Festplatteninhalte unter einander auszutauschen.
Der Datenaustausch im sogenannten "Sneakernet" findet nicht über eine Internetverbindung statt, sondern via USB-Kabel, USB-Sticks, direkt von PC zu externer Festplatte oder umgekehrt. So werden auf Harddrive-Parties binnen kürzester Zeit enorme Datenmengen ausgetauscht (eine handelsübliche externe Festplatte kann heute leicht 500 GB Daten speichern). Das Internet spielt in diesem Falle keine Rolle, ausser, man nutzt es, um sich via e-mail zu einer Harddrive-Party zu verabreden.
Das Phänomen ist eigentlich nicht neu, denn auf diversen LAN-Parties kam es schon immer zu einem regen Datenaustausch. Im Netz fragen sich Foren nun, was sich die Musikindustrie noch ausdenkt, um auch hier Zugriff auf die Daten der User zu bekommen.
Dass das Sneakernet mittlerweile immer größere Dimensionen annimmt, kann alleine daran liegen, dass ein USB-Stick mit 2 GB für unter 10 Euro zu haben ist und jeder diesen leicht am Schlüsselbund oder im Portemonnaie mit sich führen kann. "Oh, geiler Track, kann ich den haben?" und 10 Sekunden später ist der Track vom Harddrive auf den USB-Stick gewandert.