Tja, dank Keule, hab ich mich wieder wie ein Schnitzel gefreut, als mit ein paar Promo CDs die 19. Ausgabe von Noisy Neighbours aus meinem Briefkasten geboren wurde.
Und wieder sprach mir das wortgewaltige Vorwort direkt aus meiner idealistisch geprägten und doch so ausgelaugten Seele. Und ich werde es Euch nicht hier brühwarm servieren. Neee, 1,50 Euro und Ihr könnt das gerne selbst genießen.
Nun gut, journalistisch motiviert nahm ich mir zuerst die Plattenreviews vor und stolperte über eine Besprechung von Claudius und Perle. Ja, da stimmt einfach alles, was da geschrieben wird. Vor allem das Zerrissenheitsgefühl, das man beim Hören der neuen Perle hat. Blumfeld, ja genau und dann dieses sublimale Dahingedümpel. Und plötzlich wieder was ganz eigenes. Ihr könnt ja mal die Noisy Neighbours Review mit der meinen vergleichen. Ich bin wohl nicht der einzige, der so denkt und auch die Eier hat, es zu schreiben.
Dann kamen die Live-Berichte dran. Und was ich immer sehr erfreulich finde, ist, wenn die Autoren nebenbei ein paar Stimmungsbilder zu den Locations einfließen lassen. Und als ganz wichtig erachte ich es, wenn verschiedene - durchaus unbekanntere Bands - zum Vergleich herangezogen werden. Denn von Ausdrücken wie "voluminöse Soundkulissen branden kaskadenhaft durch die zerbrechlich inszenierte Stille" hab ich schon lange die Schnauze voll.
Auch dieses Mal kann ich nur schreiben: Noisy Neighbours ist eine Pflichtlektüre für jeden, der etwas über den wirklichen Indieground wissen wollen.
Euer Kellerkind
PS: Nein ich bekomme kein Geld für meine Kritiken und ich hoffe, Ihr wisst, dass ich sofort Alarm schlage, wenn dieses Zine kacke würde.